Für Ende August 2025 lud mich der Historiker und Kindheitsforscher Michael Hüter ein, an seinem ambitionierten Dokumentarfilm „Der große Mythos – Erziehung und Bildung“ mitzuwirken. Drehort: Italien, Region Marken. Interview-Szenen in einer alten stillgelegten Ziegelei bei Cupramontana, Außenaufnahmen im historischen Stadtkern und einem alten Kloster.

„Der große Mythos“ ist eine filmische Spurensuche durch ein paar Jahrhunderte Erziehungs- und Bildungsgeschichte, führt durch einige Länder Europas und auch zum Ursprung des (verloren gegangenen) Humanismus. – Nach Italien… (Michael Hüter)
Ist die westliche Sozialisierung des Menschenkindes (der letzten rund 200 Jahre) nicht schon lange eher eine der Entmenschlichung als eine, die zur Mensch-Werdung führt? Gilt es in einer zunehmend trans-humanistischen Gesellschaft nicht dringlich vor allem eine Frage zu stellen: Wie entsteht oder bildet sich überhaupt die Liebesfähigkeit des Menschen? (Michael Hüter)
Ein Thema, das mich seit meiner eigenen Schulzeit und später während meiner Arbeit als Psychologe sehr am Herzen liegt: Was braucht ein Kind, um sich bestmöglich zu entwickeln? Um seine ihm angeborenen Potentiale zu entfalten? Zur besten Version dessen zu werden, was es ist? Was können und sollten wir Erwachsene dafür tun? Michael erzählte von der Kindheit Leonardo da Vincis: frei von Schule, seinen Interessen und seiner Neugier folgend, ein freier Geist, der dann zeigte, zu was ein Mensch fähig ist, wenn man seine Entwicklung nicht behindert.
Der Film erscheint im Herbst 2026 und wird im Kino und auf Streamingplattformen zu sehen sein.
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