Tagebuch eines Ausreißers 2007 – 2023

erschienen am 29. Februar 2024,

480 Seiten, Paperback, herausgegeben von Matthias Thiele

Die persönlichen Aufzeichnungen Mads Tellis (ein nicht zufällig gewähltes Pseudonym von Matthias Thiele) zu nahezu allem.

Gute Sätze sind wie Früchte und Blüten, man muss sie zur richtigen Zeit pflücken. So ist ein buntes Buch entstanden, nicht ohne Ariadnefaden, dennoch fragmentarisch und experimentell. Ein Lesebuch, das auf einer beliebigen Seite aufgeschlagen werden kann.

Das Unsystematische: der Harlekin auf dem Basar des Lebens, schnelle Blicke auf das oft Ungesehene, Schattenblicke aufs Absurde und Verkehrte, Gedanken zu Mythen und Erotik, zu Psychologie und menschlichen Abgründen, die zwar dunkel, aber mit Einsprengseln von Diamant und Glas sein können.

Psychologie ist Kunst, ist Poesie – wenn man es will.

„Der Begriff des Ausreißers lässt an ausbüxende Kinder oder statistische Messwerte außerhalb eines Erwartungsbereichs denken. Ausreißer stellen jene Ordnungssysteme, deren Teil sie sind oder sein sollen, durch ihr Sein in Frage. Ihre Individualität überwiegt. Sie sind und bleiben Ausnahmen. Ausnahmen, die, weil sie Tatsachen sind, die Quelle von Kreativität im Individuellen wie im Kollektiven sind. Sie sind Nochniedagewesene und bringen Nochniedagewesenes hervor. Ihre Werke und Taten sagen: Ohne Freiheit bist du nichts. Aber ohne Freiheit sind auch keine Kulturen möglich. Das organisierte Zusammenleben der Menschen mit all seinen Strukturen, sozialen Rollen, seinen metaphysischen und weltlichen Erzählungen, die Menschen zu Einwohnern derselben Sphäre machen, war und ist der vermutlich folgenreichste kreative Akt, den wir über die Jahrtausende hervorgebracht haben. Am Anfang standen die Ausreißer, stand das Unwahrscheinliche, Ungedachte, die Ausnahme.“